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Freitag, 31. August 2012, 20.27 Uhr

Wechsel an der Spitze

Prof. Michael Schmoll

Prof. Michael Schmoll

Der neue Leiter des IfM, Prof. Sascha Wienhausen

Der neue Leiter des IfM, Prof. Sascha Wienhausen


Prof. Michael Schmoll übergibt die Leitung des IfM an Prof. Sascha Wienhausen.

 

Zum ersten September 2012 wurde Sascha Wienhausen vom Institutsrat für vier Jahre einstimmig zum neuen Studiendekan des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück gewählt. Damit übernimmt er die Leitung von Michael Schmoll.

 

Der Name Michael Schmoll ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eng mit der musikalischen Ausbildungsstätte in Osnabrück verbunden.
Bereits von 1989 bis 1991 war er stellvertretender Direktor, Studienleiter und Lehrer für Musiktheorie und Chor am damals noch städtischen Konservatorium an der Hakenstraße.
Nach seiner Zeit als Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim von 1991 bis 2001, bei der er unter anderem stellvertretender Leiter der Studiengangs Schulmusik war, kehrte Schmoll 2001 an das jetzt in die Fachhochschule integrierte Institut für Musik zurück, wo er die Professur für Musiktheorie inne hatte.
Von 2004 bis 2008 übernahm der gebürtige Sauerländer die Position des Studiendekans und wurde von 2010 bis 2012 schließlich Leiter und Dekan in einer Person.
In Michael Schmolls Amtszeit fielen unter anderem die Gründung der Studienprofile Pop, Klassik Vokal und Musical, der Ausbau der Studienplätze von 96 in 2004 bis heute ca. 400, einhergehend mit der Schaffung vieler neuer Stellen für Professoren, Dozenten und Verwaltungsmitarbeiter.
Er reformierte den Diplom-Studiengang (2005) und verantwortete die Erst-Akkreditierung des Bachelor-Studiengangs Musikerziehung im Jahr 2008. Ebenso setzte er sich für die Schaffung neuer Räumlichkeiten ein, die in der Übernahme vieler Überäume von der Musik- und Kunstschule an der Caprivistraße, dem Sängerhaus an der Rehmstraße, dem Kino und dem Bereich für Pop im Hafengelände Osnabrück mündete. Auch Reformen wie der für alle Studierenden öffentlich einsehbare Raumplan, Übeordnung, Leistungsdatenerfassung und weitere organisatorische Optimierungen fielen in seine Amtszeit. Neben einem „offenen Ohr“ und dem persönlichen Kontakt zu den Studenten und der kollegialen Nähe zu Professoren, Dozenten und Mitarbeitern war sein politisches Ziel immer die Etablierung des IfM als Kulturträger innerhalb der Stadt Osnabrück und die stärkere Integration in das Gesamtgefüge der Hochschule.
Ab dem kommenden Semester will Professor Michael Schmoll sich nun wieder verstärkt der Lehre im Bereich Musiktheorie widmen.

 

Mit Professor Sascha Wienhausen tritt nun für die kommenden vier Jahre ein neuer Mann als Leiter und Dekan an die Spitze des IfM.
Wienhausen nahm  2009 den Ruf der Hochschule Osnabrück auf die Professur für Pop / Musical, Gesang / Didaktik an und leitete bislang das Studienprofil Musical.
Seit 2003 war er künstlerischer und zugleich Schulleiter der German-Musical-Academy.
Damit bringt er neben seiner pädagogischen und künstlerischen Qualifikation auch ein hohes Maß an wirtschaftlicher und unternehmerischer Kompetenz in seine neue Position mit ein.
Nach eigenen Angaben liegt dem 46-Jährigen neben der Schaffung klarer Strukturen bei den Studienabläufen vor allem die gestalterische Aufgabe am Herzen, das stark ausgeprägte musikpädagogische Profil des IfM weiter in der Szene zu verankern. Und ein ausgewiesener Kenner dieser Musikszene ist er selbst: An der Musikhochschule Detmold ließ er sich zum Diplomgesangspädagogen sowie im Konzert- und Oratoriengesang ausbilden und ergänzte seine Kenntnisse durch den Kontaktstudiengang Popularmusik und die Bühnenreife im Fach Musical.
Inzwischen arbeitet Wienhausen selbst als Pädagoge, zum Beispiel hatte er Gastprofessuren inne an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, in Leipzig und an der Folkwang-Universität  Essen.

Auch als Künstler ist Wienhausen kein unbeschriebenes Blatt. Konzertverpflichtungen führten ihn in den gesamten deutschsprachigen Raum.
Seine Karriere begann nach mehrfacher erfolgreicher Teilnahme an Gesangswettbewerben mit einem ersten Engagement in „Jesus Christ Superstar“ in Karlsruhe. Es folgten Hauptrollen in „Linie 1“, „Kuss der Spinnenfrau“, „La cage aux folles“ (Städtische Bühnen Münster) und der Produktion „Pirates of Penzance“ (Dortmunder Opernhaus).
Als Kaiser Franz Josef war er in der österreichischen Originalproduktion von „Elisabeth“ (Theater an der Wien, Regie: Harry Kupfer) zu sehen und sang zahlreiche Hauptrollen in Opernproduktionen an der Wiener Mariahilferoper, als Mitglied der Pocket Opera Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Teatro Communale di Bologna, den Dankener Schlossfestspielen, den Tagen neuer Musik in Dresden und der Dortmunder Schubertiade.



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